Helfergrundausbildung

Die Helfergrundausbildung besteht aus den Modulen Einsatz, Erweiterte Erste Hilfe, Betreuungsdienst sowie Technik/Sicherheit. Sie können unabhängig voneinander besucht werden.  Die Ausbildungsteilnehmer sollen die Fähigkeit und Bereitschaft zu einer kompetenten und engagierten Mitwirkung im DRK entwickeln.

Innerhalb des Komplexen Hilfeleistungssystems des Deutschen Roten Kreuzes wird Unterstützung dort und dem Umfang erbracht, wo und wie sie benötigt wird. Um die Bevölkerung im Großschadens- oder Katastrophenfall effizient und effektiv versorgen zu können, werden gut ausgebildete Helfer benötigt. Nach Beendigung der Helfergrundausbildung können sie unter Anleitung von ausgebildeten Fachdiensthelfern und Führungskräften innerhalb der unterschiedlichen Aufgabenfelder der Bereitschaften eingesetzt werden.


Modul Einsatz

Die Helfergrundausbildung Einsatz ist ein Modul der Basisausbildung, welche jeder Helfer und Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes absolvieren sollte, um den Anforderungen im Einsatz gerecht werden zu können. Die Teilnehmer können Dienst- und Einsatzanlässe beschreiben und sind motiviert für die Mitarbeit in einer Einsatzformation. Sie kennen Ihren „Standort“ im komplexen Hilfeleistungssystem des Deutschen Roten Kreuzes.

Folgende Themen werden vermittelt:

  • Ordnungen und Vorschriften im DRK
  • Die Einsatzeinheit
  • Alarmierung
  • KfZ-Marsch
  • Kartenkunde
  • Registrierung
  • und vieles mehr

Das Modul „Einsatz“ umfasst 16 Unterrichtseinheiten.


Modul Erweiterte Erste Hilfe

Die Helfergrundausbildung Erweiterte Erste Hilfe ist ein Modul der Basisausbildung, welche jeder Helfer und Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes absolvieren sollte, um den Anforderungen im Einsatz gerecht werden zu können.

Folgende Themen werden vermittelt:

  • Einführung und Einsatzanlässe
  • Grundlagen der Ersten Hilfe
  • Mitwirkung im Sanitätsdienst
  • Ablauf eines Sanitätseinsatzes
  • Umgang mit der Trage

Das Modul „Erweiterte Erste Hilfe“ umfasst 8 Unterrichtseinheiten.


Modul Betreuungsdienst

Wenn es zu Unglücksfällen kommt, dann sind die beteiligten Personen in ganz unterschiedlicher Weise davon betroffen. Verletzte werden ins Krankenhaus gebracht, Verunglückte geborgen etc. Was passiert aber mit den Menschen, die „nur“ verstört sind, vielleicht ihre Angehörigen vermissen? Und wer kümmert sich um die Verpflegung der Einsatzkräfte, die tagelang nach Opfern suchen? Ganz einfach: Dann sind die Männer und Frauen des Betreuungsdienstes zur Stelle.

Der Betreuungsdienst gehört neben dem Sanitätsdienst zu den originären Fachdiensten des Deutschen Roten Kreuzes. Das qualifizierte Personal hat im Einsatzfall schwerpunktmäßig die Aufgaben

  • für betroffene Personen Notunterkünfte einzurichten und zu betreiben
  • diese Personen sozial zu betreuen
  • Verpflegung zuzubereiten und sie an Betroffene und Einsatzkräfte auszugeben

Jede Betreuungsgruppe eines Einsatzzuges ist so gut organisiert, dass sie sich um rund 100 Personen kümmern kann. Dieses Seminar befähigt den Teilnehmer im betreuungsdienstlichen Bereich unter Anleitung einer Fachkraft mitzuarbeiten.

Folgende Themen werden vermittelt:

  • Einführung in den Betreuungsdienst, Einsatzanlässe
  • Aufbau und Struktur
  • Betreiben einer Ausgabestelle
  • Psychische Belastung im Einsatz
  • Abschlussübung

Das Modul „Betreuungsdienst“ umfasst 16 Unterrichtseinheiten.


Modul Technik und Sicherheit

Ohne Technik kommen wir heutzutage in keinem Lebensbereich mehr aus. Das ist bei den unzähligen Einsätzen des Roten Kreuzes nicht anders. Mal muss eine Einsatzstelle bei Dunkelheit ausgeleuchtet werden oder es muss mit Notstromaggregaten für Energie gesorgt werden. Dann sind die Männer und Frauen des Fachdienstes Technik und Sicherheit gefragt. Die ehrenamtlichen Helfer unterstützen mit ihrer Arbeit den Sanitäts- und Betreuungsdienst. Sie haben im Wesentlichen folgende Aufgaben:

  • bei der Einrichtung von Notunterkünften zu unterstützen
  • Notbeleuchtung zu installieren und ggf. Ersatzstromerzeuger zu betreiben
  • jegliche andere technische Unterstützung zu gewähren
  • eichtere Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten durchzuführen

Darüber hinaus überwachen sie die Einhaltung der gesetzlichen Arbeitsvorschriften, der Unfallverhütungsvorschriften und anderer Sicherheitsvorschriften. Dieses Seminar ist Bestandteil der Helfergrundausbildung. Die Teilnehmer tragen zur Unfallverhütung bei. Sie werden unter anderem über den Umgang mit Strom und elektrischen Geräten unterwiesen.

Folgende Themen werden vermittelt:

  • Gefahren an der Einsatzstelle
  • Unfallverhütung
  • Umweltschutz
  • Brandschutz
  • Umgang mit Strom und elektrischen Geräte
  • Zeltbau
  • Gefahrenstoffe im DRK

Das Modul „Technik und Sicherheit“ umfasst 16 Unterrichtseinheiten.